schusterjunge

14:10:00, Sonntag, 21. Oktober 2018
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Leatherface

Lesedauer: ∅ 1m 35s für 350 Wörter
Erstellung: 28.01.2018 (13:08)
Letzte Änderung: 19.10.2018 (13:09)
Erneut gibt es einen Film aus dem "Texas Chainsaw Massacre"-Universum, diesmal im Stile "Wie alles begann". Auch diesmal ließ man es sich nicht nehmen, die FSK18-Fassung dennoch zu beschneiden, obwohl volljährige Personen durchaus selbst in der Lage sein sollten, dementsprechende Entscheidung zum Konsum zu entscheiden. Aber das ist eine (alte) andere Geschichte...

Der junge Jed soll feierlich in die Traditionen der Familie Sawyer eingeführt werden, bekommt seine erste Kettensäge geschenkt und darf damit nun erstmals einen Mann damit traktieren. Zum Ärger der Familie ist Jed aber wohl noch nicht so weit und bricht die geplante blutige Zeremonie kurzfristig ab. Aber Opa ist da und kümmert sich um den vermutlichen Schweinedieb. Später töten Jeds Brüder die Tochter des Sheriffs, der daraufhin alles in die Wege leitet, dass die minderjährigen Sawyer-Kinder dem Einfluss der Familie entzogen werden, da er den Mord zwar nicht beweisen kann, aber sich seiner Sache sehr sicher ist. Jed landet in einer psychiatrischen Verwahranstalt für Jugendliche, in der er seiner Identität beraubt und mit neuem Namen "therapiert" wird. Dort kommt er unbeabsichtigt - mit mehr oder weniger befreundeten Insassen und einer Schwester - frei. Was folgt ist eine Mischung aus Sex und Gewalt...

Die Charaktere des Films lassen keine Sympathien aufkommen, was zwar der Spannung keinen Abbruch leistet, aber die Personen austauschbar macht. Durch den Identitätsraub und der damit verbundenen Umbenennung, erfährt der Zuschauer zunächst nicht, wer wirklich wer ist und durch die Auswahl der Schauspieler wird der sich im "Chainsaw Massacre"-Universum Auskennende absichtlich auch auf falsche Fährten gelenkt.

Eine Empfehlung kann an dieser Stelle nicht ausgesprochen werden. Nicht, weil der Film schlecht wäre, nein, eher weil es von der Vorkenntnis des Zuschauers abhängt, ob ihm der Plot zusagt oder nicht. Jemand, der bislang nichts vom Texanischen Kettensägenmassaker hörte oder sah, kann die Spannung der Identitäten nicht nachvollziehen und Freunde des gepflegten Splatters wird - zumindest mit der bundesdeutschen Fassung - auch nicht glücklich werden. Nur eines ist sicher: Personen, die mit den Abgründen der menschlichen Psyche nicht umgehen können (oder davon nichts wissen möchten) und dadurch vielleicht in Panik geraten, sollten diesen (und ähnliche Filme) meiden!
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