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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Cloud: HubiC, OneDrive, ICloud, Google Drive

Lesedauer: ∅ 2m 35s für 573 Wörter
Erstellung: 19.01.2018 (12:06)
Letzte Änderung: 19.01.2018 (12:16)

Clouds haben den Vorteil, dass sie wie Festplatten funktionieren können, auf die man von überall zugreifen kann. So viel Bequemlichkeit hat leider auch seinen Preis - und das ist noch nicht einmal finanziell gemeint. Vielmehr zahlt man hier vor allem, in dem man Abstriche bei Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre macht. Das muß nicht weiter schlimm sein, sofern man keine riskanten Dateien ablegt, ohne sie vorab zu verschlüsseln: private wie auch geschäftliche Fotos, Videos, Korrespondenz oder gar Kundendaten haben in der Cloud ungesichert nichts verloren! Vorab verschlüsselt - z.B. mit dem Cryptomator - sind derartige Daten auch in der Cloud sicher - wahrscheinlich sogar sicherer als auf einer lokalen Festplatte, die nicht regelmäßig gesichert wird.


Ein wichtiges Auswahlkriterium für eine Cloud ist natürlich auch die Erreichbarkeit. Wie schnell lassen sich Dateien hoch- oder herunterladen? Mit welchen Geräten kann man auf seine Dateien zugreifen? Genau diese Punkte haben wir uns bei einigen Cloud-Anbietern einmal genauer angesehen. Getestet wurde mit den Apps der Anbieter, genauso wie mit den Browsern Firefox, Chrome und Edge unter Windows 10.



HUBIC


hubiC ist ein Produkt des französischen Unternehmens OVH. Für den Anfang bekommt man hier 25GB Speicherplatz gratis. Dies ist reichlich, für viele Anwender sogar mehr als ausreichend. Die Hochladegeschwindigkeit tagsüber ist gut bis ausreichend - mit der hauseigenen App verständlicherweise besser, sprich schneller, als über den Browser. Die App schreit nach der Installation erst einmal nach einem Systemneustart - das ist nervig. Die Hochladegeschwindigkeit bleibt den ganzen Tag über konstant; Downloads gehen am frühen Abend etwas langsamer.



ICLOUD


Apples Cloud bietet für den Anfang 5GB kostenlosen Speicherplatz. Während die Downloads recht zügig von statten gehen, gestaltet sich der Upload von Dateien, besonders von Dateien über 300MB Größe, als ein Geduldsspiel. In den Abendstunden tröpfeln die Daten nur so vor sich hin. Selbst Apple meldet sich von Zeit zu Zeit über ein Warnfenster, dass darüber informiert, dass man sich vielleicht lieber abmelden sollte, da ja Inaktivität vorherrschen würde. Die Apps unter iOS trumpfen zwar mit solchen Meldungen nicht auf, allerdings ist der Upload hier kaum merklich schneller abgeschlossen.



ONEDRIVE


Microsofts Cloud gibt jedem Anwender ebenfalls zunächst 5GB. Die Anwendung, die sich tief ins System einfrisst, ist alles andere als anwenderfreundlich - sie wieder los zu werden ist ein Drama und eigentlich nur ein Deaktivieren. Die Downloadgeschwindigkeit ist akzeptabel, abends erwartungsgemäß noch etwas langsamer als am Tage. Aber die Uploadgeschwindigkeit: man könnte meinen, dass Microsoft gar kein Interesse daran hat, dass der Anwender auf die Cloud zurückgreift. Es gibt nur ein einziges Wort für diese "Leistung": inakzeptabel! Am Abend kann man theoretisch von einer Nichtverfügbarkeit sprechen, denn der Upload läuft quälend langsam, wird immer wieder abgebrochen und muß manuell neu angestoßen werden. Downloads lassen sich manchmal nicht starten, die Website friert ein und, und, und...



GOOGLE DRIVE


15GB Gratisspeicherplatz bietet Google seinen Usern. Das ist recht ordentlich, ein Upgrade problemlos möglich. Allerdings: bucht man für knapp zwei Euro 100GB, mietet man eigentlich nur 85GB, denn die Gratis-GB werden dem Gesamtkontingent zugerechnet; der Anwender hat nach Buchung nur 100GB, nicht die erwarteten 115GB. Die Apps agieren ebenso flink wie das Dateimanagement über den Browser. Hoch- und Herunterladen funktionieren problemlos und gehen auch flink voran. Obwohl am Abend auch hier die Geschwindigkeit etwas nachläßt, ist sie immer noch im guten bis sehr guten Bereich. In unserem kleinen Test, der alles andere als wissenschaftlich anzusehen oder mit Daten untermauert ist, aber einem Anwenderfall näher kommt, als die Tests unter Laborbedingungen, küren wir Google Drive zum eindeutigen Sieger.


Image courtesy of ponsuwan at FreeDigitalPhotos.net mtmb.org: mtmb.org
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