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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Ein Gespenst geht um in Europa: DSGVO

Lesedauer: ∅ 1m 40s für 368 Wörter
Erstellung: 24.05.2018 (11:24)
Letzte Änderung: 24.05.2018 (11:37)
Bereits am 26.Mai 2016 wurde der Weg für den "neuen" Datenschutz in der EU in die Wege geleitet und nun, am 25.Mai 2018, lief die Übergangsfrist ab und die DSGVO gilt für alle in der Europäischen Gemeinschaft.

Kaum jemand wurde verschont: In den letzten Wochen (also quasi auf den letzten Drücker) wurden E-Mails verschickt, in denen darum gefleht wurde, doch die Newsletterbestellung erneut zu bestätigen. Damit outeten sich die Absender allerdings als recht schlampig, denn schon zuvor galt: der potentielle Abonnent musste mittels DOI-Verfahren (Double-Opt-In, doppelte Bestätigung) zusagen, dass seine E-Mail-Adresse für die Zusendung eines Newsletters verwendet werden darf. Die Aufzeichnung, also der Nachweis, dass dies wirklich geschah, wurde von vielen Absendern schlicht und ergreifend verschlampt bzw. nicht bedacht. Ab sofort ist es Pflicht, dies nachweisen zu können.
Da kamen sie alle aus ihren Löchern gekrochen: Obskure Absender, von denen man seit Jahren nichts hörte und die plötzlich wieder auftauchen, um um einen Bestätigungsklick zu betteln. Eine gute Möglichkeit für uns, den ganzen Unsinn auf Dauer loszuwerden.

Die Panik ist groß. Jeder noch so kleine Online-Trödler glaubt nun, am 25.Mai 2018 eine Millionenklage am Hals zu haben, wenn er nicht schnellstmöglich einem windigen Rechtsanwalt die letzten Euros in den Hals stopft, damit der ihm tausendfach verfügbare Standardtexte für die eigene Trödler-Seite im gar nicht mehr so freien Internet zur Verfügung stellt. Das der Trödler nun aber auch nach all diesen Richtlinien agieren muss, interessiert ihn erstmal nicht. Hauptsache die eigene Website wurde mit kaum gelesenen Texten zugekleistert. Jetzt ist alles sicher, glaubt man. Schöne neue Scheinwelt.

Es ist ja nicht so, dass der Termin seit zwei Jahren bekannt wäre - ebenso lange sind die Regelungen und Bedingungen festgeschrieben. Warum also jetzt die Torschlusspanik? Weil man es zunächst (wie immer) aussitzen möchte und dann erschrocken feststellt, dass das nicht einfach verschwindet.  Menschliches, allzumenschliches Verhalten... Selbstgemachtes Leid! Aber: Man muss nicht besorgt sein, denn man ist nicht allein in seinem Elend. Egal ob 1-Mann-Firma, Großkonzern oder Amt und Behörde: was aus all den Regelungen werden soll, wie wirkt sich das aus und ob das irgendetwas bringt, weiß niemand. Aber, wie heißt es so schön? "Time will tell"...
Schusterjunge
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