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Sonntag, 16. Dezember 2018
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Immer Ärger mit Google

Lesedauer: ∅ 2m 37s für 581 Wörter
Erstellung: 20.11.2018 (14:43)
Letzte Änderung: 22.11.2018 (10:22)
Hält sich Google an die europäischen Gesetze und Richtlinien oder zumindest an die eigenen Regeln? Zweifel sind berechtigt. Wer versuchen will, Google zu kontaktieren, einfach eine Mail zu schreiben, steht vor einem Problem. Wo ist die E-Mail-Adresse? Diese soll eigentlich der unkomplizierten Kontaktaufnahme dienen, die jede geschäftlich betriebene Website ermöglichen muss. So regelt es europäisches Recht. Bei Google wird es schwer eine E-Mail-Adresse zu finden, da man immer wieder beim Klick auf "Kontakt" in der Hilfesektion landet. Das ist nicht unüblich - wahrscheinlich rechtlich zweifelhaft, moralisch unter aller Sau - aber andere bieten am Ende wenigstens eine Kontaktaufnahmemöglichkeit.

Die öffentlich genannte Adresse support-de@google.com ist dennoch (mehr oder weniger zügig) gefunden. Hierhin kann man sich bei Problemen und Fragen wenden - so spricht die graue Theorie. Praktisch bringt einem diese E-Mail-Adresse absolut nichts, denn es folgt eine automatische Antwort, in der es heißt: "Aufgrund der Vielzahl von Anfragen mit den unterschiedlichsten Anliegen, können wir hingegen E-Mails, die unter dieser E-Mail-Adresse (support-de@google.com) eingehen, nicht lesen und zur Kenntnis nehmen." Oha. Eine Alibi-Adresse, die keinen Zweck erfüllt, außer den Fragesteller zur Weißglut zu treiben. Weiter heißt es in der Mail: "Wir können Nutzeranfragen zielgerichtet und schnell bearbeiten, wenn diese über die dafür eigens eingerichteten Kontaktformulare gesendet werden." Nochmals: Oha! Hier wird also auf Kontaktformulare verwiesen, die es gar nicht gibt! Weiter werden einige Links zu bestimmten Formularen präsentiert, die nicht einmal ansatzweise die Problematik behandeln. Man kann versuchen, Formulare zu den Diensten AdSense, AdWords oder Gmail zu finden - von Erfolg wird dies nicht gekrönt sein; im schlimmsten Fall wird man genötigt, ein Google-Konto zu eröffnen, um Kontakt aufzunehmen. Google stielt sich hier aus seiner Verantwortung...

Apropos AdSense: Will man die eigene Website querfinanzieren, greifen viele auf die Google Anzeigen zurück. Bemerkt man später, dass diese Anzeigenmethode vielleicht doch nicht die beste Idee war (was da so alles auftaucht, auweia) und den AdSense-Account wieder schließen möchte, geht das recht problemlos. Doch was passiert mit dem schon erwirtschafteten Gewinn? Laut Google-Richtlinien werden Beträge ab 10.- EUR bei Kündigung nach 90 Tagen ausgezahlt. Das passiert jedoch nicht immer. Auch nicht nach 120 oder 180 Tagen. Was tun? Nun ja, versuche doch mal Google zu kontaktieren...

Und AdWords? Angenommen, du hast ein Geschäft und willst Anzeigen bei Google schalten. Du meldest dich bei AdWords an, richtest Anzeigen ein, setzt Budgets und harrst der Dinge. Nach einigen Tagen ist das tägliche Budget immer wieder nach wenigen Minuten aufgebraucht. Deine Statistik zeigt, dass entsprechende Besucher immer nur wenige Sekunden (unter 5) auf der Website sind. Also: Google kontaktieren. Nach nerviger Suche und gefühlten tausend Weiterleitungen der Anfrage kommt das Statement aus Textbausteinen von Google. Hier heißt es, dass keine verdächtigen Aktivitäten zu erkennen seien. Es keimt der Verdacht: Die Konkurrenz hilft hier nach und klickt auf die Anzeigen. Also schnell einmal in der Anzeigenverwaltung den Großraum des Sitzes der Konkurrenz von der Einblendung ausnehmen. Et voilà: Die Verpuffung des Tagesbudgets hat ein Ende. Google will das nicht aufgefallen sein und die Problemlösung ließ Google zu keiner Reaktion bewegen...

Seltame Nebeneffekte: Mit AdWords stieg auch das Ranking in der regulären Suche außerhalb der bezahlten Anzeigen. Nach Kündigung von AdWords fiel das Ranking ins Bodenlose - obwohl keinerlei Änderungen an der Website vorgenommen wurden, die vielleicht das Ranking beeinflussen könnten. Gern hätten wir Google hierzu befragt, aber... Versuch doch mal Google zu kontaktieren!




Nachtrag 22.11., AdSense: die offenen Erträge wurden überraschenderweise nun doch noch überweisen.
Schusterjunge
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