schusterjunge

Sonntag, 16. Dezember 2018
· Allerlei · Film · Musik · my-Ass · Obskur · Sicherheit · Tipps ·

Jugendschutzbeauftragter: wer macht's?

Lesedauer: ∅ 1m 53s für 418 Wörter
Erstellung: 23.09.2017 (17:43)
Letzte Änderung: 04.10.2018 (09:57)
Ein Jugendschutzbeauftragter (JSB) muss kein Anwalt sein - eine juristische Ausbildung ist vom Gesetz nicht vorgeschrieben! Er muss Fachkenntnisse pädagogischer und jugendschutzrechtlicher, sozialwissenschaftlicher und medienwirkungsforscherischer Natur besitzen, darf Mitarbeiter des Unternehmens sein (aber nicht der Chef selber).

 

Ein Anwalt als JSB


Was liegt näher, den (vielleicht schon vorhandenen Anwalt) als Jugendschutzbeauftragten einzusetzen? Dies könnte aus mehreren Gründen problematisch werden. Zunächst ist der JSB Ansprechpartner von Nutzern und allein die Präsenz eines Anwaltes als JSB könnte einschüchternd wirken und den Benutzer dazu bringen, von einer eventuellen Beschwerde/Anfrage abzusehen, um keine (zwar nicht existenten, aber vermuteten) rechtlichen Auseinandersetzungen zu verursachen. Damit würde der JSB seine Aufgaben nicht erfüllen können und seine Bestellung damit unwirksam sein, was wiederum Bußgelder und Abmahnungen zur Folge haben könnte.
Außerdem weist die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) darauf hin, dass oftmals ein Anwalt als "Feigenblatt" dient, um im Impressum einen JSB aufzuführen, der kaum konkret beratend tätig wird. Kann man dies nachweisen, handelt der Anbieter ordnungswidrig und verstößt gegen seine gesetzlichen Pflichten.

 

Ein Mitarbeiter als JSB


Einen Mitarbeiter als Jugendschutzbeauftragten zu benennen, kann sehr kostenintensiv werden. Lohn, Versicherungen, Beiträge, Weiterbildungskosten usw. summieren sich über das Jahr auf einen 5-stelligen Betrag... Die wenigsten kleinen und mittelständischen Unternehmen wollen oder können sich das leisten.

 

Ein externer Dienstleister als JSB


Die Beauftragung eines externen Dienstleisters hat viele Vorteile:

Zunächst bindet er keine wertvolle Arbeitskraft des Unternehmens, die somit wieder ihrer eigentlichen Tätigkeit nachgehen kann. Da der JSB niemals der Inhaber oder Chef eines Unternehmens sein kann und darf, erspart dies Ein-Mann-Unternehmen die Einstellung eines Mitarbeiters, der in diesem Fall nur für die Jugendschutzbelange zuständig wäre - siehe hierzu den vorherigen Punkt "Ein Mitarbeiter als JSB". Unternehmen, die praktisch nur aus einer Person bestehen, erspart der externe Dienstleister auch die teure Mitgliedschaft bei einer Einrichtung der FSK...

Wer einen externen Dienstleister beauftragen möchte, mag in die Versuchung kommen, einen dieser "1-Euro-Angebote" wahrzunehmen. Dies ist sogar nachvollziehbar, allerdings sollte man nie vergessen: man bekommen das, wofür man bezahlt! Welche Leistung darf man denn für den Preis von 1.- Euro erwarten? Der Jugendschutz muß ernst genommen werden, der JSB muß beratend tätig werden und nicht nur seine Daten für das Impressum zur Verfügung stellen. Kommt dies nämlich ans Tageslicht, ist der Unternehmer seinen Pflichten nicht nachgekommen und es drohen empfindliche Strafen und Abmahnungen.

Mach' es Dir nicht so schwer: Informiere dich genau über die exakten Leistungen, die Dir der Dienstleister bietet. Wäge ab, ob das Preis-Leistungsverhältnis stimmig und für Dich akzeptabel ist.
Schusterjunge
Augen auf und  AdBlocker an; auf dass auch deine Spuren im Netz verblassen!

Verbrauchermagazine der ÖR


montags, 20:15 Uhr
 Markt NDR
 super.markt RBB

dienstags, 20:15 Uhr
 MARKTCHECK SWR

mittwochs, 20:15 Uhr
 Markt WDR
 mex. HR

Satireshows


4. Dienstag im Monat, ca. 23:00 Uhr
 Die Anstalt ZDF

mittwochs, ca. 22:45 Uhr
 Extra 3 NDR

donnerstags, 20:15 Uhr
 quer BR

freitags, ca.22:30 Uhr
 heute show ZDF