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Nützliches für Windows: Browser

Lesedauer: ∅ 3m 1s für 668 Wörter
Erstellung: 02.11.2017 (15:28)
Letzte Änderung: 28.12.2017 (16:21)
Mit der Verabschiedung vom Internet Explorer (IE) hat sich (und uns) Microsoft einen großen Gefallen getan. Der Nachfolger Edge arbeitet von Grund auf stabiler und zuverlässiger und, hey, er hält sich größtenteils an die Standard (wovon der IE weit entfernt war). Ein Bärendienst ist es jedoch, den IE weiterhin mit Windows auszuliefern, statt ihn wirklich komplett aus dem System zu verbannen: Gut für all die Unternehmen, die seit Jahr und Tag mit dem IE arbeiten und (aus Bequemlichkeit und der obligatorischen "Never change a runnning system"-Attitüde) dabei blieben und bleiben (und das in fast prähistorischen Versionen); schlecht für all die Entwickler großartiger Websites, dass sie sich immer noch mit all den Extrawürsten rumschlagen müssen, die der IE verlangt. Schlecht ist es auch, dass all die vorgenannten Unternehmen nun wahrscheinlich ewig mit der "finalen" Version des IE weitermachen werden, wenn sich Microsoft da nichts einfallen lässt (und zwar etwas Besseres und Überzeugenderes als die damalige Anti-IE6-Seite).

Aber es gibt Alternativen im weiten Feld der Surfwerkzeuge, wobei eigentlich nur zwei andere Browser wirklich von Relevanz sind: der Firefox von Mozilla und Chrome von Google. Welchen Browser man wählt ist schon fast eine philosophische Frage. Der eine, Firefox (FF), ist ein gemeinorientiertes Projekt, welches von einer riesigen Community entwickelt und geformt wird; der andere, Chrome (GC), ist ein durch und durch kommerzielles Produkt. Beide Browser haben sich in ihrer Lebenszeit bereits ordentliche Patzer geleistet und nahezu unbrauchbare Versionen präsentiert, doch dies gehört (hoffentlich) der Vergangenheit an. Die Freiheit, seinen Browser nach eigenem Gusto zu gestalten und mit Plug-/Ad-ins/-ons zu "optimieren" hat leider den Nachteil, dass man sich schon mal den Browser "kaputt-optimiert" hat. Plötzlich funktionierte nichts mehr, was nicht unbedingt am Browser lag, sondern an all den Ad-Ins, die sämtlichen Datenfluss blockierten. Sei es drum: Jeder sollte zuerst seine Liste an Ad-Ins überprüfen, bevor man einen nicht funktionierenden Browser beklagt...

Firefox nahm einen Quasi-Neustart mit der Version 57 vor. Dies hat zunächst den Vorteil, dass all die alten Ad-ons nicht mehr funktionieren. Richtig, dies ist ein Vorteil, denn nun muss man sich wieder einmal klarmachen, ob all die Zusatzfunktionen wirklich notwendig sind - und sie sich im Bedarfsfall neu installieren. Die aktuelle Fassung startet wieder superschnell, Web-Anwendungen, die auf älteren Versionen des FF nicht zum Laufen zu bringen waren, starten und arbeiten nun endlich wieder problemlos. Mittlerweile kann man FF wieder bedingungslos empfehlen - insbesondere wenn man etwas bewusster mit seinen persönlichen Daten umgeht. Auf Mobilgeräten macht FF übrigens auch eine gute Figur.

Googles Chrome Browser ist - logischerweise - kein gemeinnütziges Produkt. Es gehört - wie alle Produkte von Google bzw. dem Mutterkonzert Alphabet Inc. - zu den Dingen, die scheinbar kostenlos zur Verfügung gestellt werden, allerdings mit anderen Dingen "bezahlt" werden: Ihren Daten, Ihrer Privatsphäre - dem sollte man sich immer bewusst sein und nicht mit einem "Ich habe nichts zu verbergen" abtun (denn das stimmt nicht!). Technisch ist der GC selbstverständlich (fast) ohne Makel, arbeitet mit all den Google-Diensten optimal zusammen (optimal für Google jedenfalls), ist auch auf Android-Smartphones leicht verfügbar usw.

Anbieter sind in jüngster Zeit dazu übergegangen, ihren Kunden unterschwellig einen bestimmten Browser vorzuschreiben, denn manche Applikation startet in anderen Browsern erst gar nicht. Hier war Chrome offenbar das Ziel der Begierde. Diese Unart hat für Anbieter natürlich den Vorteil, dass man dort nur für einen Browser entwickeln muss und sich nicht um die Befindlichkeiten der anderen kümmern braucht. Dennoch ist es ein Unding, komplette Funktionen nur in einem Browser zur Verfügung zu stellen. Das einige Dinge auf dem einen oder anderen Browser besser oder schlechter laufen ist den Browserherstellern geschuldet, allerdings ist es ein Unding, komplette Web-Anwendungen nur für einen bestimmten Browser lauffähig zu halten. Der Einwand "Andere Software baut auch auf fremde Anwendungen als Voraussetzung" ist diese Art Whataboutism, die keinesfalls hilfreich bei Problemlösungen ist.

Fazit: Wir selbst bevorzugen den Firefox und nutzen diesen als Standardbrowser auf allen Geräten. Dennoch hat auch Google Chrome seine Berechtigung und findet (neben anderen Browsern) bei uns seine Verwendung.
Schusterjunge
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