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Wie im Rausch

Lesedauer: ∅ 1m 40s für 370 Wörter
Erstellung: 23.10.2017 (13:35)
Letzte Änderung: 13.09.2018 (11:41)
1982 ereigneten sich drei brutale Morde an Frauen in der West-Berliner Innenstadt. Der Täter quälte und mißhandelte nicht nur die drei Opfer, sondern vergewaltigte zudem acht weitere Frauen. Eine davon konnte der Polizei schlußendlich die entscheidende Täterbeschreibung geben, um den damals 26jährigen Fredi R. festzunehmen. Der geistig nicht zurechnungsfähige Täter (man attestierte ihm später „eine schwere seelische Abartigkeit“) gestand schnell die Morde und Vergewaltigungen und beschrieb detailliert die Qualen, die er einer immer noch unbekannten Frau und zwei norwegischen Schülerinnen bereitete. Dazu schrieb damals DIE ZEIT in ihrer Ausgabe vom 29. März 1985:
Er hat im März 1982 drei Frauen getötet und vorher, zum Teil stundenlang, erniedrigt, gequält, mißhandelt. Eine hatte er nachts in einem Café in der Nähe des Bahnhofs Zoo kennengelernt und auf Kaffee und Schnaps nach Hause eingeladen. Ihre Leiche warf er in einem Parkhaus in einen Müllcontainer, so daß sie in der Müllverbrennungsanlage verbrannt wurde. Man weiß bis heute nicht, wer dieses Opfer war, ein nach Rudniks Angaben gezeichnetes Bild von der Frau brachte keine Hinweise.

Zwei Wochen nach dem ersten Mord lernte er spätabends durch Zufall zwei norwegische Schülerinnen kennen, die mit ihrer Klasse eine Berlinfahrt machten und nach einem Kneipenbesuch noch eine Pizza essen wollten. Er bot ihnen an, sie mit dem Auto zu einer Pizzeria zu fahren, tat das auch und steuerte anschließend den nächtlichen Grunewald an. Während er hier, eine Pistole in der Hand, die eine mißhandelte, versuchte die andere zu fliehen. Er fuhr mit dem Wagen hinter ihr her, überrollte sie mehrfach, bis sie tot war. Das zweite Mädchen zwang er, in den Kofferraum zu klettern, fuhr mit ihr die halbe Nacht durch die Stadt, manchmal hielt er an, dann mußte sie ihm zu Willen sein; zum Schluß fuhr er wieder in den Grunewald und hat dann „mit ’nem Beil auf die Kehle eingehackt“.

Fredi R., der seine Taten nach eigenen Angaben „wie im Rausch“ begang und die Morde damit begründete, dass dafür gesorgt werden musste, dass die vorherigen Mißhandlungen nicht zu ihm führen würden, wurde zu zweimal lebenslänglich zzgl. 15 Jahren und einer Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung verurteilt. Zur Zeit befindet er sich noch in der Psychiatrie und wird, sofern sich Therapieerfolge einstellen, in den Strafvollzug überstellt.
Die Zeit (29.3.1985) Die Welt (04.04.2005) Image courtesy of Simon Howden at FreeDigitalPhotos.net Schusterjunge
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