schusterjunge

Sonntag, 16. Dezember 2018
· Allerlei · Film · Musik · my-Ass · Obskur · Sicherheit · Tipps ·

Wieso, weshalb, warum - die eigene Website!

Lesedauer: ∅ 3m 25s für 757 Wörter
Erstellung: 08.09.2016 (17:19)
Letzte Änderung: 23.09.2018 (18:41)
"Wieso eine eigene Website? Ich hab doch so eine tolle Facebook-Seite!" - ein begründeter Einwand? Jein! Zunächst wollen wir aber etwas weiter ausholen und dies im Stile einer Frage/Antwort-Seite durchspielen (so haben wir ja diesen Beitrag auch begonnen).

"Eine Facebook-Seite ist kostenlos!"
Das stimmt grundsätzlich erstmal. Aber, frei nach dem geflügelten Worten "Du bekommst das, wofür du bezahlst" - kostenlos ist eine gute und erfolgreiche Facebook-Seite nur auf den ersten Blick. Lassen wir zunächst die Bewertung, was "gut" und "erfolgreich" im Zusammenhang mit Facebook bedeutet, außen vor. So eine Seite ist schnell eingerichtet - und dann? Kein Mensch wird sie zu Gesicht bekommen! Also beginnt die Bewerbung der Facebook - natürlich auf Facebook. Man investiert ein paar Hunderter und hat - Dank neurotischer "Alles-Liker" (oder bezahlter Agenten) - schnell ein paar tausend "Gefällt mir"-Angaben. Toll, was für ein Erfolg. Ignorieren wir zunächst die Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser "Liker" weder etwas über unser Unternehmen oder unsere Produkte weiß und auch keinerlei Ambitionen hat, dies zu ändern. Also posten wir das eine oder andere über unser Unternehmen, was wir so machen usw. Damit alle, die uns ein "Like" gegeben haben, diese Posts auch zu Gesicht bekommen, müssen wir nur eins tun: wieder bezahlen! Tun wir das nicht, erscheinen unsere Posts nur bei maximal 5% der Leute, die wir eigentlich zu unserer "Fanbase" zählen. Wenn wir Pech haben sind das ausgerechnet die Leute, die sich eigentlich nicht wirklich für uns interessieren. Um wirklich alle unserer "Fans" zu erreichen, sind wieder ein paar Zehner fällig - für jeden einzelnen Post! Wenn jetzt die Posts nicht auffallen und einfach "über-scrollt" werden, hat nur einer Umsatz generiert: Facebook.

"Eine Facebook-Seite mit vielen Likes macht Eindruck!"
Hmm, bei wem genau? Kunden? Konkurrenten? Wen will man beeindrucken? Wieviel verdient man mit einem "Eindruck"? Nach und nach wird die Zahl der "Likes" wieder schrumpfen. Nicht etwa, weil unsere Posts nicht gut wären, sondern weil sich Leute abmelden, Profile gelöscht werden oder verwaisen, Zweit-, Dritt- und Viertprofile auffliegen oder, oder, oder... Also werden wieder Facebook-Anzeigen geschaltet und wieder hat nur einer Umsatz generiert: Facebook.

"Man kann schnell und einfach mit seinen (potentiellen) Kunden kommunizieren."
Richtig. Ein Grund dafür, eine Facebook-Seite zu betreiben. Wir sagen ja auch nicht, Facebook außen vor zu lassen. Nur sollte dies nicht das einzige Standbein sein. Leute reagieren auf unser Unternehmen. Trolle amüsieren sich unter unseren Posts ausgezeichnet. Gerüchte werden ungeprüft verbreitet. Aber auch echte (potentielle) Kunden melden sich, fragen, kommentieren - super! Und nun? Wir müssen schnellstmöglich reagieren: Anfragen wollen sachlich beantwortet werden, Trolle sollen verbannt werden, gar strafrechtlich Bedenkliches muss entfernt werden - und all das schleunigst! Bei ein paar tausend Fans bindet dies ganz schnell ein ganzes Team von Mitarbeitern. Auch diesmal enstehen nur Kosten - die erst einmal wieder verdient werden wollen.

"Zur Sicherheit unterbinde ich sämtliche Möglichkeiten der Interaktion mit Leuten!"
Clever! Wozu dann eine Facebook-Seite? Um billig im Netz präsent zu sein? Das ist leider das Kontraproduktivste, was man machen kann. Das Warum ist hier wohl offensichtlich und bedarf keiner großen Erläuterung, da hier schlicht und ergreifend das einzige positive Merkmal von Facebook kaltgestellt wird...

"Websites kosten Geld!"
Richtig. Aber eine gute und erfolgreiche Facebook-Seite wird mehr kosten - viel mehr, wie wir schon zuvor erklärten! Für eine Website benötigen wir zunächst geeigneten Speicherplatz (Webspace) und eine Internetadresse (Domain). Je nach Umfang der geplanten Website muß das im Jahr nicht mehr als 30.- EUR im Jahr für eine einfache, oder unter 100.- EUR jährlich für eine komplexere Website kosten - eine .de-Domain ist da oft schon inklusive. Aufwändigere Projekte erfordern professionelleren und auch etwas teureren Webspace.
Jetzt muß die Website nur noch gebaut, respektive programmiert werden. Diese Kosten sind zunächst eimalig (Wartung, Ergänzung etc. sind natürlich Extra-Kosten - die man aber lenken kann). Wie hoch die Kosten sind, liegt ganz beim Auftraggeber - was er wünscht, was notwendig ist, was gebraucht wird. Beim besten Willen kann hier keine Preisspanne angegeben werden, denn theoretisch ist jeder Preis möglich! Nicht vergessen: "Du bekommst das, wofür du bezahlst!"

"Websites müssen auch beworben werden und das kostet Geld!"
Richtig. Doch im Vergleich zur Facebook-Werbung ist diese Werbung zielgerichtet und effektiv. Beispiel Google-Anzeigen. Hier erscheinen (bei richtiger Auswahl der Schlüsselwörter) die Anzeigen bei den Leuten, die explizit danach gesucht haben (also schon potentielle Kunden sind) - während bei Facebook nur das grundlegende Interessengebiet abgefragt wird und es egal ist, ob dieses Interesse just im Moment der Werbung "akut", also relevant, ist und als "Lohn" winkt hier vielleicht ein "Like", der keinerlei Miete oder Mitarbeiter bezahlt.
Schusterjunge
Augen auf und  AdBlocker an; auf dass auch deine Spuren im Netz verblassen!

Verbrauchermagazine der ÖR


montags, 20:15 Uhr
 Markt NDR
 super.markt RBB

dienstags, 20:15 Uhr
 MARKTCHECK SWR

mittwochs, 20:15 Uhr
 Markt WDR
 mex. HR

Satireshows


4. Dienstag im Monat, ca. 23:00 Uhr
 Die Anstalt ZDF

mittwochs, ca. 22:45 Uhr
 Extra 3 NDR

donnerstags, 20:15 Uhr
 quer BR

freitags, ca.22:30 Uhr
 heute show ZDF